Verkehrsunternehmen alternativ finanzieren

AKTUELLES

 

Der Europäischen Rat hat als Vertretung der Länder formal den neuen CO2-Standarts für Lkw und Bussen zugestimmt. Die Verordnung gibt u.a. vor, dass alle neuen Stadtbusse ab 2035 emissionsfrei sein müssen. 

Die Neuzulassungen von extern aufladbaren E-Bussen (ab 3,5 Tonnen) in der EU stiegen im ersten Quartal 2024 um 10,3 Prozent. Aber: Da der Gesamtmarkt über alle Antriebsarten hinweg mit 23,8 Prozent deutlich stärker zugelegt hat, geht der Elektro-Marktanteil bei den Bussen leicht auf 12,3 Prozent zurück – im ersten Quartal 2023 waren es noch 13,7 Prozent. Deutschland hat sich mit einem E-Bus-Wachstum von 20,7 Prozent wieder die Position als der volumenmäßig größte Markt in Europa zurückgeholt – in Deutschland kamen zwischen Januar und März 176 E-Busse neu auf die Straße. Quelle: electrive, Stand 02.05.2024

Q1 

Quelle: ACEA, 30.04.2024

Gemeinsam mit den Aufgabenträgern stehen kommunale, kommunalnahe oder mittelständische Verkehrsunternehmen vor immer größeren Herausforderungen: Der Finanzierung der Transformation hin zu emissionsarmen oder emissionsfreien Fahrzeugen. Die rechtlichen Bedingungen, der European Green Deal, die Clean Vehicle Directive (CVD) bzw. das SaubFahrzeugBeschG, geben in Deutschland die Rahmenparameter zur Beschaffung neuer Busse vor.

Das Ziel der Transformation besteht dabei darin, eine Synthese aus gewünschter Nachhaltigkeit (ESG), erforderlicher Wirtschaftlichkeit, einer Abwägung von Chancen und Risiken, als auch einer kostengünstigen Beschaffung von Fremdfinanzierungsmitteln zu erreichen. 

  

Um Verkehrsunternehmen risikoarm oder risikoreduziert finanzieren zu können ist es wichtig zu verstehen, welche Art von Vertragsverhältnis zwischen den Aufgabenträgern und den Verkehrsunternehmen bestehen.

Um kreditmateriell sicher entscheiden und bewerten zu können ergeben sich daher für Banken sehr konkrete Fragestellungen:

  • Welche Inhalte und Sicherheiten stellt ein öffentlicher Dienstleistungsauftrag (öDA) dar?
  • Was verbirgt sich hinter einem Netto-, was hinter einem Bruttovertrag? Worin bestehen die wirtschaftlichen Erfolgsrisiken?
  • Ist die bisher verwendete Ratingsystematik für Verkehrsunternehmen anwendbar? 
  • Welche Finanzierungsarten und Laufzeiten sind in Abwägung von Chancen und Risiken für welche Kundengruppen am besten einzusetzen?
  • Wie können bereits bewilligte Fördermittel in eine Finanzierung eingebunden werden? 
  • Können in Verbindung mit Förderbanken (beihilfefähige Konditionen) De-minimis Beihilfen oder die AGVO angewandt werden?
  • Welche Sicherheiten sollten von Verkehrs- oder Busunternehmen gestellt werden?

 

In Banken, Sparkassen oder Finanzierungsgesellschaften sollten für den Vertrieb (SALES), als auch für die Kreditabteilungen (RISK) und Recht (LEGAL) die professionelle Beantwortung dieser Fragen unerlässlich sein. Nur so können Verkehrsunternehmen alternativ, mit kalkulierbaren Risiken und attraktiven Finanzierungskonditionen begleitet werden.

 

Seminarangebote als auch Beratungsleistungen richtet sich an Banken, Sparkassen und Finanzierungsgesellschaften.
Zweitägiges Seminar*: Die Inhousevergabe - die risikoarme Finanzierung von kommunalen oder kommunalnahen Verkehrsunternehmen.
Eintägiges Seminar*: Vergaberelevante Angebotskalkulationen verstehen - die risikoreduzierte Finanzierung von privaten Busunternehmen.
  *können auf Wunsch auch einzeln gebucht werden

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